+++ AUFGEBEN IST NUR WAS FÜR MÄDCHEN +++

An diesem Wochenende ging es für uns ins schöne Schleswig-Holstein. Nicht etwa, weil ich eine zusätzliche Serie fahre. Nein! Ich bin am 9. Juli beim MSC Mölln e.V. im ADAC zum fünften Lauf der Landesmeisterschaft Berlin/Brandenburg angetreten. Das kann man verstehen, muss man aber nicht.

So habe ich zumindest mal wieder eine neue Strecke kennengelernt, was ja grundsätzlich auch nicht schaden kann. Abgesehen davon waren wir natürlich gespannt, wie in diesem Bundesland die Mädels und Jungs so drauf sind. Ein dickes Lob geht auf diesem Wege an den Veranstalter für eine sehr gut vorbereitete Anlage! Neben besten Rennbedingungen freute ich mich auf das gut gefüllte Fahrerfeld mit insgesamt 23 Piloten in der Klasse 50 ccm. Natürlich bringt unbekanntes Terrain naturgemäß auch Nachteile mit sich. Im Zeittraining schaffte ich somit leider nur Platz 6, womit ich überhaupt nicht zufrieden war. Aber alle Fahrer lagen ganz knapp beieinander, sodass ich auf die Wertungsläufe hoffen konnte. Der erste Start verlief sehr gut, ich fuhr als Vierte in die erste Kurve. Doch dann setzte ich mich nicht genügend durch und verlor einige Plätze. Am Ende reichte es wieder nur für Platz 6. Für den zweiten Durchgang hatte ich mir mehr vorgenommen, der Start klappte wieder super. Ich kam als Dritte aus der ersten Kurve, musste dann aber erneut ein paar Fahrer ziehen lassen. Somit stand zum Schluss der sechste Platz in der Tageswertung. ABER in der Meisterschaftswertung für Berlin/Brandenburg konnte ich gute Punkte einfahren und halte weiterhin Platz 2.

Nur ist das mit dem Vize-Titel so eine halbe Sache. Wenn die reelle Chance besteht, ganz oben auf dem Treppchen zu landen und den größten Pott nach Hause zu holen, kann der zweite Platz ganz schön enttäuschend sein. Aber was jammere ich. Schließlich ist diese Tatsache immer noch tausend Mal besser als im wöchentlichen Häkelkurs sitzen zu müssen. Nach dem Kraftakt der letzten Monate genieße ich jetzt erstmal das rennfreie Wochenende und sammle genügend Power für einen neuen Angriff bei der Landesmeisterschaft Berlin/Brandenburg am 23. Juli in Dannenberg. Aufgeben ist schließlich nur was für Mädchen. ;-)

Bis bald ... eure # 25 Lexi

+++ LEXI kämpft um jeden Punkt +++

Ein weiteres Mal stand die Landesmeisterschaft Sachsen-Anhalt auf dem Programm. Am letzten Samstag ging es hier bereits in die 7. Runde, und zwar beim MC Einetal Alterode e.V. im ADAC. Auf dem Track hatte ich 2015 bereits einen LVMX-Lauf absolviert und freute mich deshalb auf eine sehr schöne Naturstrecke mit Hartboden und vielen steilen Schikanen. Im freien Training kam ich gut voran und hatte echt Spaß bei den Bergauf- und Bergabfahrten. Beim Zeittraining lag ich bis zur letzten Runde auf Platz 2, doch dann legten einige Fahrer nochmal eine Schippe drauf. Winzige Hundertstelsekunden entschieden letztlich, dass ich leider nur als Fünfte in den Wertungsläufen ans Gatter durfte. Dafür klappte der Start in den ersten Lauf nahezu perfekt. Als Zweite zog ich dem Fahrerfeld davon und hielt diesen Platz bis ins Ziel, obwohl der Druck von hinten ziemlich heftig war. Beim zweiten Start kam ich wieder super weg und als Zweite aus der ersten Kurve. Und auch in diesem Lauf waren meine Verfolger extrem stark. Einen Platz musste ich einbüßen und kam letztlich als Dritte ins Ziel. In der Tageswertung hieß es für mich dann Rang 3. In Alterode konnte ich somit wertvolle Punkte sammeln und für die LM-Wertung meinen Rang stabilisieren. Sowohl in Berlin/Brandenburg als auch in Sachsen-Anhalt bin ich auf einem guten zweiten Platz. Nächstes Wochenende geht es zum 5. Lauf der LM/BB nach Mölln, wo ich natürlich wieder ganz vorne mitmischen will.

Und wer Lust hat: Am Sonntag, dem 10. Juli, bin ich auf dem Stadtfest in Frankfurt/Oder am Stand des ADAC Berlin/Brandenburg zu finden. Hier habe ich einen kleinen Auftritt. Vielleicht sehen wir uns …

Bis bald
Eure #25 Lexi

+++ ABGERECHNET WIRD ZUM SCHLUSS +++

An diesem Wochenende ging es nach Bad Schmiedeberg. Hier fand nicht nur die 6. Runde der Landesmeisterschaft Sachsen-Anhalt statt, der MC Trebitz feierte auch sein 20-jähriges Bestehen. Herzlichen Glückwunsch dazu und ein großes Lob an den Veranstalter, der wieder Top-Bedingungen auf und neben der Strecke geboten hat! Das ist leider nicht überall der Fall und sollte deshalb durchaus einmal erwähnt werden. Was war sonst so los und wie erging es Lexi bei 35 Grad im Schatten?

Bei dieser Hitze ist es besonders schwer, sich zu konzentrieren und die Kräfte richtig einzuteilen. Während Deutschland in Shorts und Bikini schwitzte, mussten wir an diesem Samstag in voller Montur und mit doppelter Temperatur unterm Helm auf den Track. Aber so ist es eben: MX ist nichts für Weicheier. Das freie Training lief ganz gut, nur dass mein Bike nicht richtig mitspielen wollte. Noch auf der Strecke wurde an der Kupplung geschraubt, dann lief wieder alles. Also drehte ich noch eine Runde und war schließlich Viertschnellste.

Der Start zum ersten Lauf ging dann völlig in der Hose. Mein Bike hatte irgendwie doch keine Lust. Trotzdem konnte ich mich auf den zweiten Platz nach vorne kämpfen. Aber es half nichts. Der Antrieb meiner KTM funktionierte nicht richtig, sodass ich zwei Fahrer ziehen lassen musste. So kam ich ziemlich wütend leider nur als Vierte ins Ziel. In der Pause wurde die Kupplung meines Bikes dann komplett ausgewechselt und alle hofften, dass der zweite Lauf besser klappen würde. Der Start war super, mein Bike lief wieder wie geschmiert, nur irgendwie fand ich nicht mehr den richtigen Rhythmus. Am Ende des Tages hatte ich dann aber doch noch Glück. Auch für einige andere LM-Fahrer und Gaststarter lief nicht alles reibungslos und so reichte es trotz meiner mittelprächtigen Ergebnisse noch für einen guten zweiten Platz in der Meisterschaftswertung. 

Leute, irgendwie steckt der Wurm drin. Alles lief so gut … dann mein Sturz und jetzt mein Bike. Klar, wir sind alle nur Menschen und manchmal klappt nicht alles so, wie man es sich erhofft. Aber deshalb stecke ich den Kopf nicht in den Sand. Ich bin immer noch auf einem guten zweiten Platz in der LM-Wertung und habe ein komfortables Polster zum Drittplatzierten. Und auch wenn ich nach vorne etwas Boden verloren habe, abgerechnet wird zum Schluss.

Da geht noch was! Wir sehen uns am Wochenende in Alterode zur 7. Runde. Drückt mir bitte weiterhin die Daumen, dass alles gut geht.

Bis bald eure # 25 Lexi

Lexi Berliner Kurier Bericht

Der Berliner Kurier schrieb am 26.06.2016

Berlins jüngste Motocross-Fahrerin rast wie ein Profi

Berlin - Benzinhahn auf, Kickstarter antreten und ab geht die Post: Lexi Pachmann (9) ist das einzige Mädchen und jüngste Mädchen in der Altersklasse 6 bis 9, das an der Motocross Meisterschaft Berlin Brandenburg teilnimmt. Logisch, dass Lexi auch Meisterin werden will.

Mindestens einmal die Woche trainiert Lexi dafür hart auf der Motocrossbahn Schoenfeld bei Bernau. 1500 Meter lang ist die Strecke mit Sprunghügeln und Kurven. „Einmal rum schaff’ ich in 1,55 Minuten“, sagt Lexi stolz. „Am liebsten mag ich die Sprünge – weil man da fliegt.“

Mit drei das erste Mal auf dem Motocross

Coach der kleinen Lexi aus Karow ist Papa Mario (40). Von ihm hat sie Benzin im Blut geerbt. Auch der Maler fährt schon von Kindheit an Motocross. „Lexi war drei Jahre alt, als sie das erste Mal über die Piste düste. Lexi konnte eher Motocross fahren als Fahrrad“, sagt Mario und lacht.

Was ihn erstaunt: Lexi spürt genau, wenn es irgendwo an der orange-neonfarbenen KTM SX 50 (12 PS, 60 km/h) klemmt. „Neulich bat sie mich, die Federung nachzustellen. Und tatsächlich musste sie nachgezogen werden“, sagt Mario.

Fast alle Wochenenden sind bei den beiden verplant. Dann düsen sie zu anderen Rennen im Bundesgebiet – 31 Pokale hat Lexi schon eingeheimst. Erst gestern waren sie in Trebitz in Sachsen-Anhalt auf Tour. Warum? „Na da ist doch auch Meisterschaft“, sagt Lexi. „Die will ich auch gewinnen.“

Ziel bleibt Platz 1

Gute Chancen dafür hat sie. Denn nach derzeitigem Punktestand (bei jedem Rennen werden Punkte vergeben) liegt die Schülerin bei der Meisterschaft Sachsen-Anhalt und der Meisterschaft Berlin-Brandenburg auf dem 2. Platz. Bis vor wenigen Tagen war Lexi sogar auch hier in Berlin auf Platz 1.

Wegen eines Sturzes verlor sie Punkte. Trotzdem steht Lexi längst nicht auf dem Schlauch. Die Punkte hol ich wieder auf“, sagt sie. Kein Wunder, Lexi hat ja schließlich Benzin im Blut.

+++ LEXI WIEDER IM SATTEL +++

Nach dem heftigen Sturz in Parmen letzte Woche war nicht klar, ob ich überhaupt schon wieder an einem Rennen teilnehmen kann. Doch das Wichtigste am Fallen ist schließlich das Aufstehen und Weitermachen. Deshalb habe ich hoch und heilig versprochen, dass der Kopf wieder heil ist. Also hieß es am Samstag: Auf nach Demmin zum 53. ADAC Motocross und ab in die vierte Runde der Landesmeisterschaft Berlin/Brandenburg! Natürlich war nicht nur Papa skeptisch, ob meine Gehirnerschütterung tatsächlich schon ausgeheilt und ich nicht nur heiß auf das Rennen, sondern vor allem fit genug war. Alle waren deshalb gespannt, wie es laufen würde.

Das Fahrerfeld war mit 19 Startern gut besetzt, die Strecke optimal vorbereitet. Im freien Training merkte ich schnell, dass mir der Salto vom letzten Sonntag nichts ausgemacht hatte. Angstfrei und locker konnte ich meine Runden fahren, den richtigen Rhythmus finden. Im Zeittraining belegte ich einen guten 5. Platz und ging somit zufrieden und selbstsicher an den Start zum ersten Wertungslauf. Natürlich war die Aufregung etwas größer als sonst, aber es lief alles ganz ordentlich. Als Siebte kam ich aus der Startkurve und positionierte mich auf Rang 5, den ich mit relativ großem Abstand zum restlichen Fahrerfeld bis zum Ziel halten konnte. Der zweite Start lief wieder wie gewohnt. Ich bog als Dritte um die erste Kurve. Leider fahren wir alle nicht im luftleeren Raum, die Konkurrenz ist stark und hungrig. Und so konnte ich Platz 3 leider nicht bis zum Schluss verteidigen, sondern kam auch im zweiten Lauf als Fünfte ins Ziel. Dafür, dass nicht sicher war, ob ich überhaupt starten würde, bin ich im Großen und Ganzen zufrieden mit mir und dem Ergebnis: Gesamtwertung auf Platz 5, für die Meisterschaftswertung reichte es zweimal für einen guten zweiten Platz. Insofern bin ich wirklich froh, dass es nach meinem Sturz schon wieder so gut gelaufen ist und ich in Demmin wertvolle Punkte für die Meisterschaft holen konnte.

Ein großes Dankeschön nochmal für die vielen Genesungswünsche. Ihr seid echt toll!
Inzwischen kam ja auch im Fernsehen mein Bericht. Papa, Mama, Opa und natürlich ich – wir alle haben uns sehr darüber gefreut, dass die kleine RBB-Reportage bei so vielen Leuten so gut ankam. Ganz lieben Dank für die vielen positiven Kommentare und Likes👍!!!

Drückt bitte weiterhin so fest die Daumen, dass der Rest der Saison ohne weitere Zwischenfälle verläuft. Nächste Woche geht es dann nach Trebitz zur Landesmeisterschaft Sachsen-Anhalt …

Bis dahin … eure # 25 Lexi

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