DM-Auftakt endete im Krankenhaus – Lexi trotzdem zuversichtlich

Am vergangenen Sonntag stand für uns der Auftakt zur Deutschen Jugend-Meisterschaft beim MC Moorgrund auf dem Plan. Mit dem Aufstieg in die 65er Klasse darf Lexi nun endlich auch an der DM teilnehmen. Und wie der Name sagt, ist diese Serie in punkto Niveau noch einmal etwas ganz anderes als die Landesmeisterschaft, weshalb wir nicht nur auf Lexis drittes Rennen der Saison, sondern vor allem darauf gespannt waren, wie sie sich im gesamtdeutschen Maßstab schlagen würde. Insgesamt waren nur achtzehn 65er-Fahrer angereist, doch bei der DM zählt weniger die Masse, sondern vielmehr die Klasse. Hier kommt es ausschließlich auf Leistung an ... und Nervenstärke. Als Neueinsteiger eine ganz besondere Herausforderung, der sich Lexi unbedingt stellen will. Wer hier mithalten kann, kann es überall. 

Alles fing so gut an. Ich freute mich riesig auf die Hartbodenstrecke im thüringischen Moorgrund. Im freien Training kam ich schnell mit der Strecke zurecht, das Fahrerfeld lag eng beieinander und ich kam schließlich auf den 13. Platz. Im Zeittraining fand ich nach einem Sturz meinen Rhythmus leider nicht wieder, somit reichte es nur für Platz 16. Dennoch ging ich hochmotiviert in den ersten Lauf. Der Start klappte mittelmäßig, aber ich kämpfte mich schnell vor auf Position 12 und fuhr gute Zeiten. Zwei Runden vor Schluss scheiterte ich dann an einer Woop-Sektion und stürzte erneut. Mein Papa sowie das gesamte Team hielten den Atem an, als ich durch die Luft flog. Es muss wohl ziemlich schlimm ausgesehen haben. Sofort eilten die Sanitäter herbei und versorgten mich. (Vielen Dank dafür!) Doch das Rennen war gelaufen. Safety first! Da gibt es keine Kompromisse. Im Klinikum Bad Salzungen wurde ich gründlich untersucht. Zum Glück habe ich mir nichts gebrochen, sodass wir am Abend nach Hause fahren durften. Trotz einiger fieser Prellungen und Schmerzen bin ich zuversichtlich, denn bis zu diesem Sturz konnte ich zeigen, dass auch ich in der DM schon ganz gut mitfahren kann. Dass der DM-Auftakt nun im Krankenhaus endete, war sehr schade, aber zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert. Jetzt heißt es erst einmal ausruhen, technische Trockenübungen machen und fit werden. Denn nach dem Rennen ist vor dem Rennen, und in vierzehn Tagen will ich beim Auftakt der Landesmeisterschaft Sachsen-Anhalt in Schollene auf jeden Fall dabei sein. Drückt mir bitte die Daumen, dass die Blutergüsse bis dahin verschwunden sind ...

Bis bald
eure # 25 Lexi

+++ TOLLER SAISONSTART 2017 AUF DER 65er IN BENSDORF +++

War das aufregend? Nicht nur, dass ich endlich wieder Rennplatzluft schnuppern durfte, der Frühling da ist und ich als Rookie der 65er Klasse nun nicht mehr zu den kleinen Mädels gehöre … das wäre allein schon alles großartig. Nee, da war noch mehr letztes Wochenende beim MCC Bensdorf. Denn ich war nicht etwa Bummelletzte oder gerade so im hinteren Mittelfeld …

Aufgeregt wie beim ersten Mal ging ich mit 35 Fahrern an den Start. Im freien Training hatte ich mich mit der perfekt vorbereiteten Strecke schnell und gut angefreundet, sodass es im Zeittraining nichts zu meckern gab und ich auf einem guten 12. Startplatz in die Rennen gehen durfte. Der Start zum ersten Lauf klappte ganz gut, ich kam als elfte aus der ersten Runde und erreichte auf Rang 14 das Ziel. Aber ich wäre nicht Lexi, wenn mir das schon gereicht hätte. Also legte ich beim zweiten Start in puncto Konzentration noch eine Schippe drauf und fuhr tatsächlich als ACHTE ins Rennen. Ich meine, wir reden hier von einer Konkurrenz, die mitunter schon einige Jahre auf der 65er fährt und somit nicht nur älter, größer, kräftiger, sondern auch erfahrener ist. Ein paar von den Jungs musste ich leider noch vorbeilassen, kam aber auf einem tollen Platz 11 durchs Ziel.

Für die LM/BB-Wertung heißt das ein sensationeller Platz 5 in der Gesamtwertung und Platz 9 in der LVMX-Wertung. Wenn das kein Grund ist, glücklich zu sein?!

Glücklich bin ich übrigens auch, dass in 2017 wieder so viele Unterstützer und Sponsoren an meiner Seite sind. Ganz besonders möchte ich mich bei meinem Team MTA-Motorsport, der Firma Kröger - Offizieller Orthema Stützpunkt Ost, dem ADAC Berlin/Brandenburg, Marion Mergen und ihrer TEXTWERKSTATT, Info Mask und Thomas Wichert von MX Move bedanken … und natürlich bei meinen Eltern, Omas und meinem lieben Opa, dass ihr auch in diesem Jahr wieder bei Wind und Wetter mit mir auf dem Track seid, meine verdreckten Klamotten wascht und mir in jeder freien Minute und darüber hinaus die Daumen drückt und den Rücken stärkt. Ihr seid die BESTEN!!!

Mein nächstes Rennen ist der erste Lauf zur Deutschen Meisterschaft beim MC Moorgrund am 30. April. Dort muss ich mich erfahrungsgemäß wärmer anziehen, wobei hier nicht das Wetter gemeint ist. Aber Stärke erlangt man nur durch Gegenwind. Deshalb freue ich mich auf den DM-Lauf und bin gespannt, wie ich mich dort schlagen werde.

Bis bald eure # 25 Lexi

+++ TSCHÜSS 50er – WIR WAREN EIN TOLLES TEAM +++

Der Herbst ist da, die Saison neigt sich dem Ende und damit auch die Zeit mit meiner geliebten 50er KTM. Beim MC Dreetz fuhr ich das offiziell letzte Outdoor-Rennen auf meinem Bike, das mir drei Jahre lang ein guter Kamerad war. Bald wäre es gar nicht dazu gekommen, denn ich lag ab Mittwoch mit einer fiesen Erkältung im Bett. Doch den Finallauf der Landesmeisterschaft Berlin/Brandenburg gekoppelt mit dem letzten Rennen der LVMX in 2016 konnte ich mir nicht entgehen lassen. Das war ich meinem Moped, mir selbst und natürlich allen Unterstützern, Daumendrückern und Gutfindern schuldig.

Also biss ich am vergangenen Wochenende die Zähne zusammen und reiste mit Papa ins verregnete Dreetz mit seiner berühmten Sandstrecke. Wer mich kennt, weiß, dass mir das gar nicht liegt. Denn schließlich bedeutet der tiefe Sand, vor allem wenn er nass ist, ein Kraftakt sondergleichen – sowohl für mein kleines Motorrad als auch für mich. Doch ich sammelte die letzten Ressourcen, gesellte mich am Samstagmorgen gut gelaunt zu den 19 übrigen Fahrern und fuhr im Zeittraining auf einen soliden fünften Platz. Der Start zum ersten Lauf klappte alles andere als gut. Als Achtplatzierte kämpfte ich mich durch die tiefen Spurrillen und kam letztlich als Fünfte durchs Ziel. Im zweiten Wertungslauf gingen mir dann langsam die Kräfte aus. Die Erkältung und auch die harte Saison forderten ihren Tribut. Doch ich kämpfte bis zum Schluss und landete schließlich auf Rang 6 in der Tageswertung. Seit langem stand ich mal nicht auf dem Podium, was mir aber nichts weiter ausmachte. Denn für Brandenburg holte ich trotzdem den Tagessieg in der LVMX und kam hier letztlich auf Platz 4. Und in der Landesmeisterschaft Berlin/Brandenburg bin ich nun offizielle Vizemeisterin 2016 in der Klasse 50ccm!!!

Mit insgesamt drei Mal Silber in der Landesmeisterschaft Berlin/Brandenburg, Sachsen-Anhalt und dem Barnim Cup, einem tollen vierten Platz in der LVMX, Platz 10 beim Bundesendlauf und der Gewissheit, schnellstes Mädchen in ganz Deutschland auf einer Fünfziger zu sein, verabschiede ich mich aus einer sensationellen Saison. Es war eine schöne aber auch harte Zeit in der 50er Klasse, die ich nie vergessen werde. Ich habe viele wichtige Erfahrungen gemacht sowie meine Fähigkeiten und meine Persönlichkeit entwickelt. Doch jetzt heißt es, einen Schritt weiterzugehen und in die nächste Klasse aufzusteigen. Für 2017 habe ich mit meiner neuen 65er KTM natürlich große Ziele und die Hoffnung, mit größeren Rädern und mehr PS meine Stärken noch besser einsetzen zu können, wenn es darum geht, weniger mit Kraft als vielmehr mit Köpfchen zu fahren.

Bevor ich nun endgültige TSCHÜSS sage, werde ich am letzten Novemberwochenende in der Chemnitz-Arena beim Supercross auf meiner 50er dabei sein. Wenn ihr Glück habt, gibt es noch Karten für dieses spektakuläre Highlight.

Doch schon jetzt möchte ich allen danken, die mir in den letzten drei Jahren diesen wunderbaren Sport ermöglicht haben. An erster Stelle steht hier natürlich meine Familie: Mein Papa, der unendlich viel Zeit und Geld investiert. Mein Opa, der so viele Wochenenden mit mir im Schlamm verbracht hat. Meine Mama, die großartiges Verständnis aufbringt. Und natürlich meine Großeltern, die ebenfalls immer an mich glauben. Mein besonderer Dank gilt selbstverständlich meinem Team MTA-Motorsport, hier insbesondere meinem Teamchef Uwe Appelt, der nicht wenige Nachtschichten mit meinem Moped verbringen musste. Danke, Uwe! :-)

Weiterhin danke ich der Firma Kröger, dem offiziellen Orthema-Stützpunkt Ost, für den perfekten Schutz meines Körpers, dem ADAC Berlin/Brandenburg sowie dem MX-Förderpool, der Medienagentur MASK für die Betreuung meiner Website, Sergey Garin von Garin MX Sport, Thomas Wichert von MX Move für die tollen Fotos und Marion Mergen mit ihrer TEXTWERKSTATT.

Und ganz lieben Dank an euch alle da draußen, die ihr euch für mich und meine Leistungen interessiert, mit mir fiebert, Daumen drückt, mir Likes schenkt und in Gedanken bei mir seid. Danke für drei großartige Jahre.
Ich freue mich auf euch in 2017, wenn es wieder heißt: READY TO RACE!

Eure # 25 Lexi

+++ LEXI: DEUTSCHLANDS SCHNELLSTES 50er-MÄDCHEN BEIM BUNDESENDLAUF +++

Eines der großen Highlights der Saison ist ganz klar der ADAC-Bundesendlauf. Der MSC Grevenbroich öffnete am Einheitswochenende seine Pforten zum jährlichen Wettstreit um den Titel „Bestes Bundesland“.
Natürlich wollte ich alles geben, damit unser Team Berlin/Brandenburg gewinnt, doch ich hatte noch andere Ziele. Ich wollte unter die TOP TEN kommen und Deutschlands schnellstes Mädchen in der 50er Klasse werden. So stand ich nun bei typischem Oktoberwetter am Start mit ziemlich untypischen Bedingungen. Bei meinen übrigen Rennen der einzelnen Serien starten vielleicht 15 Fahrer, hier waren es über 40. Das riesige Starterfeld wurde in jeweils zwei Halbfinalläufe aufgeteilt und alle Teilnehmer konnten sich für das große Finale qualifizieren. Ich schlug mich tapfer im tiefen Sand und lag bis zur letzten Runde auf einem guten sechsten Rang. Leider patzte ich kurz vor dem Ziel, fand jedoch schnell wieder auf mein Bike und beendete das Halbfinale als Siebte.

Hoch motiviert und mit besten Voraussetzungen ging ich zum Finale ans Startgatter. Alles klappte super, ich kam sogar als Sechste aus der ersten Runde und quälte meine kleine KTM durch die Sandkiste von Grevenbroich. Die ausgefahrene Strecke machte mir einige Probleme, doch ich erreichte, was ich mir vorgenommen hatte, landete in der Gesamtwertung auf Platz 10 und wurde tatsächlich schnellstes Fünfziger-Mädchen von ganz Deutschland!!!

Und als ob das nicht schon genügend Gründe wären, sich riesig zu freuen, gewann unser Team den ADAC-Bundesendlauf. BERLIN/BRANDENBURG ist sowieso die tollste MX-Truppe der Welt, aber jetzt ist es sogar amtlich: WIR SIND DAS BESTE ADAC-TEAM 2016!!! Es macht mich unglaublich stolz, dass ich dabei sein darf und meinen Beitrag zum Sieg leisten konnte.

Mit diesen fabelhaften Eindrücken geht es am nächsten Wochenende zum großen Finale der Landesmeisterschaft Berlin/Brandenburg und LVMX nach Dreetz. Es wird das letzte Rennen auf meiner 50er KTM sein. Drückt mir also bitte die Daumen, dass alles klappt … oder kommt doch vorbei und feuert mich an! Ich freu mich auf euch!!!

Bis bald … eure # 25 Lexi

+++ SILBER BEIM BARNIM CUP +++

Am letzten Septemberwochenende reisten wir nach Wietstock zum Finale des Barnim Cups. Neben der Aussicht auf einen Treppchenplatz freute ich mich auf ein solides Training im Sand unter Rennbedingungen und damit die beste Vorbereitung auf den ADAC-Bundesendlauf in Grevenbroich eine Woche später. Außerdem fahren beim Barnim-Cup die 50er und 65er Klassen gemeinsam ein Rennen, was noch einmal zusätzlichen Schwung in die Sache bringt.

Nun will ich es gar nicht weiter spannend machen. Ich gewann beide Läufe in meiner Klasse und landete in der Gesamtwertung (also inklusive 65er Fahrer) auf einem großartigen 5. Platz. Das heißt, ich konnte mich mit meiner kleinen Fuffziger gegen so manchen älteren Jungen und Bikes mit viel mehr Power durchsetzen. Doch das war noch nicht alles. Am Ende des Tages war klar, dass ich in der kompletten Serie jedes Rennen gewonnen habe. Und doch holte ich letztlich „nur“ Silber nach Hause. Warum? Manchmal überschneiden sich Renntermine, weshalb ich beim Barnim Cup einen Lauf streichen musste. Hier musst du dann leider Punktabzug in Kauf nehmen. Tatsächlich waren es genau DREI klitzekleine Pünktchen, die mir zum Titel fehlten. Das Leben ist hart, aber gerecht.

Das war dann Vizemeister Nummer 2 in dieser Saison, die jedoch noch nicht zu Ende ist. Es stehen noch ein paar Highlights und Finalläufe auf dem Programm. Mal sehen, was da noch zu rocken ist …

Bis bald … eure # 25 Lexi

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